"Die Präsidentinnen", 2019
Auf meinen zahllosen Flügen durch den theatralischen Kosmos hat sich in den letzten Jahren mehr und mehr jede Beschränkung auf ein bestimmtes Feld -wie Text, Komposition, Regie, Ausstattung- aufgelöst. In heiterem Staunen übernehme ich in meinen Inszenierungen leidenschaftlich gern das ganze Paket...
"Flügelschläge" von Martin Zels, UA, 2018
Werner Schwabs "Die Präsidentinnen", 2019
Bild: Lothar Pühringer
F.K. Waechter: "Der Teufel mit den drei goldenen Haaren", 2020
"Kaschtanka" von Anton Tschechow, 2024
Bilder: David Hochgatterer
AUFGETAUCHTES...
Juni 2026
FRAGEZEICHEN
In Zeiten großen Wandels mag es sein, dass auch die eigene Insel, der eigene Elfenbeinturm geschleift wird. Viele von uns dachten doch ein halbes Leben lang ungestraft, dass es zwar zeitweise nicht witzig ist, da draussen, drüben, drunten, dort, wo sich alles weit weg anfühlt, aber der eigene Thron wird ja doch nicht mitwackeln…?
Nun wackelt er doch. Und wir Königinnen und Könige haben jede Menge zu tun, die ersten Scherben unter den Teppich zu kehren, nicht?
Ausgerechnet jetzt, eher aber: passend dazu prüft in meinem Leben gerade der Saturn, ob ich denn wahr- und ernsthaft genug bin, die nächsten 29 Jahre anzugreifen und mir selber dabei ähnlich genug? Was mache ich mit den Scherben, die schon seit den letzten drei Jahrzehnten unter meinem Teppich gammeln? Einfach wieder hervorkehren, aufsammeln und wegwerfen? Oder doch lieber ein kleines Mosaik daraus machen?
Ein YouTube Projekt möchte ich beginnen, ein Kunstfilmprojekt in eigener Sache… die Kamera, das Licht, alles steht schon, nur ich- ich warte, schleiche um meinen eigenen Fokus herum und traue mich nicht, das erste Filmchen zu drehen. Ich kenne sowas gut. Noch lasse ich mir freien Lauf. Und morgen?
Es ist die Zeit, in der große Fragen alltäglich und alltägliche Fragen groß werden.
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